Historie

1600

erstmalige Erwähnung Familie Lacker in Polsingen

1820

KarteKartierung des Grundstückes Haus Nr. 9 mit den Gebäuden der Mühle, des Sägewerks, den Stallungen, dem Wohnhaus und dem Bachverlauf der Rohrach.

1871

Am 28. Juli Kauf des Anwesens Haus Nr. 9, Mühlgut mit realer mühlrechtsame von drei Mahlgängen, Säge- und Ölmühle und Landwirtschaft durch Johann Lacker im Alter von 41 Jahren.

1892

Beschluss des Bezirksamts über die Nutzung der Rohrach

1935

Ersatz Holzrahmengatter mit einem Sägeblatt durch einen Vollgatter und der Schneckenturbinen durch zwei Ossberger Durchströmturbinen.

Diese waren das neueste auf dem Markt. Durch die patentierte Technik hatten diese Turbinen die maximale Ausbeute für das zu Verfügung stehende Wasser von der Rohrach.

Ebenso wurde der Dampfkessel, der mit den anfallenden Schwartenbrettern des Sägewerks geheizt wurde, durch zwei Einzylinder-Dieselmotoren ersetzt.

Hochhub-Schnelllauf-Vollgatter HSEinfacher GatterTurbineEinzylinder-Dieselmotor

1939 - 1945

Zweiter Weltkrieg, Mühle war in Betrieb zur Versorgung der Bevölkerung mit Mehl.

1947

PferdeAnschaffung des ersten Traktors, vorher Antransport mit eigenen Pferdefuhrwerken, wie das nebenstehende Bild von der 750-Jahr-Feier zeigt.

In den 60-iger Jahren kam dann das erste Holz mit Rundholz-LKW.

1956

Aufstockung der bestehenden Mühle und Ausstattung mit neuen Maschinen.
In den Folgejahren wird die Wasserkraft ergänzt durch zusätzlichen Antrieb der Maschinen mit Strom und größerem 4-Zylinder-Dieselmotor,
1968 erfolgt die Verrohrung des Baches.

1971

Der Umsatz entwickelte sich immer mehr Richtung Sägewerk.
Die Landwirte ließen immer weniger Getreide im Lohn mahlen und es entstanden einige große Mühlen, die die kleinen Mühlen unwirtschaftlich machten.

1974

Wasserkraft wird aufgegeben, Umstellung des kompletten Kraftbedarfs auf Strom und Diesel.

1980

HalleNeubau der Sägehalle mit Einbau eines neuen Sägegatters.
Nebenstehendes Bild zeigt die neu erbaute Sägehalle.
Die Mühle wurde zu dieser Zeit nur noch als Hobby betrieben.

1984

Anschaffung des ersten Staplers, in den Folgejahren Aufgabe der Mühle und Viehwirtschaft, weitergehende Mechanisierung des Sägewerks.

1990

Holz von Sturm „Wiebke“Sturm „Wiebke“: Danach wurde unser Sägewerk mit Lohnschnitt von den umliegenden Waldbesitzern zugeschüttet.
An dieser Menge hatten wir ca. 2 Jahre Tag und Nacht zu arbeiten.

1992

Anschaffung des Rundholzsortier- und Transportwagens und eines Stromaggregates.

1997

Willibald Lacker9. Januar. Übergabe des Sägewerks an Willibald Lacker im Alter von 23 Jahren

1998

Historisches Fest750 Jahre Polsingen. Auf dem historischen Fest musste man im Sägewerk von dem abgebildeten Stamm das Gewicht und das Volumen schätzen.
Der Hauptabsatz zu dieser Zeit war im Bauholz und Lohnschnitt für Firmen und Privatkundschaft.

2002

Einschnitt der ersten Bahnschwelle aus Buchenrundholz
Der Absatz von Bauholz ging durch den vermehrten Einsatz von Konstruktionsvollholz immer weiter zurück. Der Lohnschnitt von Landwirten wurde durch vermehrte Betriebsaufgaben in diesem Bereich immer weniger.

Darum suchten wir uns ein anderes Sortiment und wurden fündig in der Nische: Die Bahnschwelle

2006

Aufnahme von Pappelschnittholz in unser Produktsegment.
Mittlerweile nimmt das Laubholz 50% unseres Einschnitts ein.

2010

Ersatz des Sägegatters von 1980 durch ein neues Esterer Gatter mit einem ferngesteuerten Spannwagen und einem Bedienerstuhl für Rollstuhlfahrer.

2011

Anschaffung Massenausgleicher für den Sägegatter. Einschnitt von Laubholz zu nahezu 100%. Das Sägewerk Lacker zieht sich aus dem Bauholzgeschäft komplett zurück.